Zum Thema: Fotografieren im Gottesdienst
(Besondes bei Amtshandlungen)
Braucht die Kirche Blitzableiter?
Na, keine Frage werden Sie sagen, die Erinnerung vom letzten Unwetter noch im Kopf: Natürlich brauchen wir Blitzableiter. Und jeder weiß, wo der Blitzableiter hingehört - auf's Dach.
Nun werden aber unsere Kreuzkirche und die Schlosskapelle mittlerweile von viel mehr inneren Blitzen getroffen als von äußeren. Geistesblitze wären uns da auch sehr willkommen.
Aber davon rede ich jetzt nicht, sondern vom Blitzlichtgewitter bei kirchlich-familiären Großereignissen. Und ich will nur mal fragen: Kann der Fotolinsenblitz eigentlich das Entscheidende festhalten? Was kann er wirklich beweisen? Und wird durch das Herumlaufen und Umherblitzen nicht viel mehr irritiert als fotografiert?
Manchmal, während des Gottesdienstes, wünschten ich und viele andere darum einen Blitzableiter für Kamerablitze, der Blitzlicht irgendwie unbemerkt in den Erdboden versenkt, dass es nicht mehr so stören kann mit dem ganzen Herzen und dem ganzen Verstand bei der Sache zu sein. Wie heißt es in einem Lied?
Die Bilder werden alt, verstauben im Regal
die Filme werden weggepackt für irgendwann einmal
Wir haben uns ein Stück vom Leben eingeklebt
und haben dieses Stück doch nie gelebt.
Wir nehmen nichts mehr auf wir prüfen nur das Licht.
verkaufen unser Leben für ein Linsengericht.
Wir denken nur noch an die Kamera,
sind Menschen nur noch durch den Sucher nah
Es passt der tiefe Satz so schwer n unser Hirn:
(Jesus) "Wer sein Leben festhält, der wird es verliern "
(Manfred Siebald)
PS.: Gegen ein gutes Foto nach dem Gottesdienst ist aber nichts einzuwenden!
